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Der Erste Tag

Nach starken Turbulenzen im Flieger kommen wir mit einer Horde von Erasmus-Studenten an und werden von Norman, einem deutschen Ersamus-Student, der bereits einige Zeit in Oviedo ist, empfangen und er hilft uns mit der Jugendherberge. Obwohl wir bereits ein Zimmer vorreserviert hatten, gestaltet sich das nunja sagen wir mal schwierig...

Nachdem nun der 1. Kampf mit der spanischen Buerokratie ausgefochten war, wurde uns noch eine Stadtfuerung geboten mit allen wichtigen Stationen. U.a. auch die Klinik. Ersteindruck zur Klinik: Naja hier will ich nicht krank werden...

Die Medizinische Fakultaet scheint im Gegensatz zur Klinik ziemlich modern zu sein.

Die Stadt ingesamt ist sehr schoen. Besonders die ganzen aelteren Gebaeude und die ganzen Gruenflaechen. Leider ist es hier in Oviedo recht bergig, was das Fahrradfahren erschweren wird und die Wohnung nun doch einwenig weit weg scheint. Jetzt sind wir nur noch fertig und es ruft das Bett und eine Folge von Doctor Casa

13.2.07 20:16, kommentieren

2. Tag

Die Nacht war stürmisch, Autoalarmanlagen haben gepiept. Windstärken von bis zu 75Km/h. Nach einem spartanischen Frühstück machen wir uns auf das Zimmer zu räumen, denn um 11 haben wir ein Date in der neuen Wohnung Calle Albeniz 16, 6, M in 33011 Oviedo. Es regnet, wir warten auf dem Bus. Und warten...und warten. Schließlich bemerken wir, dass wir auf der falschen Seite der Straße stehen. Also wechseln wir die Seite. Doch die Busfahrer brabbeln uns nur irgendwas entgegen und Schließen die Tür vor unserer Nase. Einer gestikuliert  die Straße runter. Anscheinend ist die nur eine Aussteig-Station und keine zum Einsteigen. Wir gehen also. Durch den Regen. Sind naß...

Wir warten wieder, diesmal stehen auch andere Leute da und es ist eine Anzeigetafel da.

Der Bus kommt, wir steigen ein.

Wir erreichen endlich unsere Haltestelle und kommen zur Wohnung.

Die Wohnung erweist sich als riesig! Die Bewohner als äußerst nett. Nach einer kurzen Verschnaufpause wagen wir uns die Umgebung zu erkunden, da wir einen Eigenen Schlüssel haben.

Ein Shopping-Center "Los Prados" wir erkundet, und die ersten Schnäppchen der Winterschlussverkaufsaison werden getätigt. Nebst Carrefour, Imax-Kino und riesigem Sportgeschäft gibt es dort auch eine Tierhandlung und wie der Zufall will auch eine Mini "Wutz". Erste Kauf Vorbereitungen werden geschlossen.

Um 21Uhr haben wir dann unser Vorstellungsgespräch bei unserem Vermieter. Ein Misch aus Danny DeVito und Prof. Nöll spricht mit uns gut verständlich über die Formalitäten und die Kaution wird hinterlegt. Die Miete ist leider gestiegen: Von 150Euro auf 160Euro.

Aber Kein Beinbruch. Wird die Wutz eben nächsten Monat gekauft...

Dann endlich eine richtige warme Mahlzeit: Sushi-Asia-Büffet !

Geschafft von den Strapazen des Tages und dem 2 Stündigen Essen beschließen wir heim zu gehen und ersteinmal zu schlafen. 

 

15.2.07 17:39, kommentieren

Tag 3

Der Tag beginnt herrlich mit einem klaren Himmel und strahlendem Sonnenschein. Heite stehen die ganzen Verwaltungtechnischen Gänge an.

Als aller erstes gehen wir zum Oficina de relaciones internacionales um uns dort zu immatrikulieren. Die Leute sind erstaunlich gut zu verstehen, dummerweise haben die keine Daten zu uns. Aber zum Glück hat die medizinische Fakultät doch schon was von uns gehört und die fehlenden Unterlagen werden gefaxt.

Während des Vorgangs stürzt der PC auch nur 2 mal ab, sodass wir doch nur 2 Stunden in dem Gebäude verbringen. Ohne Stuhl, ohne Frühstück, ohne Toilette. Wie von Ämtern bereits gewohnt werden wir noch hin und her gescheucht, also machen wir uns auf den Passierschein A38 zu suchen. Einen kleinen Zwischenstop legen wir jedoch noch ein um eine richtige heisse Schokolade zu trinken oder besser zu löffeln.

Weiter gehts zur Medizinischen Fakultät. Ein freundlicher Pförtner bringt uns zu Mariola der Erasmus-Koordinatorin. Dort angekommen erhalten wir die Unterlagen zu unseren Kursen, die leider schon teilweise angefangen haben. Die Vorlesungen laufen bereits und wir könnten zu Neurologie gehen. Wir entscheiden uns dagegen. Der freundliche Pförtner, der auch ein wenig Deutsch spricht, da er einige Zeit in Düsseldorf gearbeitet hat, zeigt uns in welchen Räumen die Kurse abgehalten werden und wo welche Klinik ist. Für heute sind wir mit Amtsgängen bedient und beschließen den Heimweg für eine Siesta.

Zufallig treffen wir einge Erasmi von vor 2 Tagen auch sie haben großteils schon eine Wohnung gefunden.

Für den Abend  haben wir uns vorgenommen mit unseren Mitbewohnern zu kochen und anschließend ins Kino zu gehen. Es kommt La Noche en el Museo.

Es ist Nacht, wir gehen schlafen. NACHTRAG: Wir sind doch nicht ins Kino gegangen, sondern mit unseren Mitbewohnern in die Stadt um uns dort mit der Tandempartnerin von Kathrin zu treffen: Paula. Mit ihr zusammen gehen wir dann in der Calle de la Sidra Sidra trinken. Im Prinzip ist es eine Art von Apfelwein (Äbbelwoi), der aber auf bemerkenswerte Weise getrunken wird: Man bestellt ihn Flaschenweise und der Kellner schenkt einem den Wein ein. Aber das macht er nicht einfach nur von rechts, nein er hält die Flasche weit über seinem Kopf und den Becher dazu so tief wie möglich. Dann gießt er den Sidra von dort oben in den Becher da unten. Anscheinend damit dort schön viel Luft/Sauerstoff hineinkommt. Es wird immer nur ein bisschen eingeschenk und das bisschen wird auf Ex getrunken bis nur noch ein kleines Bisschen im Becher ist. Der Becher wird dann kurz geschwenkt und der Rest auf die Straße gekippt. Sollte man in der Bar trinken, gibt es dort an der Theke eine Abflußrinne auf dem Boden, sodass man es einfach gegen die Theke schüttet. Generell wird auf Sauberkeit in Kneipen hier wenig geachtet, dem Kärcher sei Dank ist es aber nach jedem Abend trotzdem wieder sauber, was für die gesamte Stadt gilt. Danach waren wir dann noch in einem Irisch Pub, in dem es etwas gab, dass Caragillo heißt: Ein Getränk auf Cafe und Cognac pur. Ziemlich stark also.

15.2.07 17:55, kommentieren

Tag 4

Wieder einmal wollen wir ein Paar organisatorische Dinge Klären und machen uns auf zu der Medizinischen Fakultät. Es ist sehr warm und es geht bergauf. Zu warm für Sommerjacken und eigentlich auch zu warm für Pullis. Dort angekommen und nach einem langen Suchen nach dem richtigen Gebäude finden wir endlich die Außenstelle des Relaciones Internacionales. Nur hat dies leider ausgerechnet heute geschlossen. Unverrichteter Dinge versuchen wir wenigstens unsere Studentenausweise an den Automaten zu erstellen. Leider funktioniert bei dem Automaten der Trackball (Maus) nicht, sodass wir mit unseren Wurstfingern den Touchscreen betätigen muessen. Mit dem Erfolg das der Automat kurz vor Ende abstürzt. Genau wie die Kirsten zuvor beim Treppe hochgehen. Die BWLer kennen uns nun. Nachdem nun nichts was wir uns vorgenommen haben funktioniert hat, gehen wir Heim. Zuvor machen wir noch einen Abstecher zum Krankenhaus und suchen die Neuro, zu der die Jule ja am Montag muss. Endlich glückt uns wenigstens dies und wir machen uns Heim. Dort treffen wir auf unsere derzeitigen 4 Mitbewohner und entschliessen uns mit ihnen später dann in die Stadt zu gehen. Dort bekommen wir nochmals die wichtigsten Sachen (natürlich für die Frauen auch alle Modegeschäfte) gezeigt und werden von der Leine gelassen. Es schließt sich dem ein 3 stündiger Shopping-Marathon an, auf dem wir u.a. spanische Handys und (die Frauen) diverse Kleidungsstücke gekauft haben. Erschlagen vom Tag entschliessen wir uns den Abend nichts zu unternehmen.

 

18.2.07 11:20, kommentieren

Tag 5

Der Tag ist regnerisch, sehr regnerisch. Unsere Pläne zum Strand zu fahren, fallen buchstäblich ins Wasser, sodass wir dann doch das Angebot unserer Mitbewohner annehmen zum Parque principado mitzufahren. Durchnässt vom Regen, kommen wir am Parque an. Kirsten ist so froh das sie nach der Busreise wieder Boden unter den Füßen hat, dass sie sich promt auf den Boden setzt. Leider eher unfreiwillig, denn der Boden ist ziemlich glatt. Aber nichts ist pasiert, Kirsten ist noch ganz und kein Garantiefall zu melden. Den Parque Principado kann man sich in etwa so vorstellen wie das Forum in Wetzlar+Galerie in Gießen+Ikea. Demensprechend verbringen wir dort geschlagene 7 Stunden und füllen so manche Taschen mit günstigsten Angeboten. Ein riesen Sportgeschäft mit allen erdenklichen Sportarten lockt ebenfalls mit Angeboten, aber aus Zeitmangel (die Meute will zum H&M) entschliessen wir uns nochmal wann anders wieder zu kommen. Ins gesamt legen wir 3 Pausen zum Essen und Trinken ein. Meine Ausbeute des Tages sind 2 coole Schweißarmbänder, ein Billabong-Rucksack und ein Cap. Der Rest hat einwenig mehr gekauft, denn als Mann ist man, was Schnäppchen angeht ziemlich im Nachteil. Im Ikea ist dann endlich meine Wenigkeit gefragt wo es um die Einrichtung unserer Wohnung geht. Klar der Koch braucht Küchenutensilien! Nachdem wir alles erdenkliche gekauft haben, machen wir uns auf den Heimweg. Leider hat der Regen zugenommen, das Wasser steht förmlich auf der Straße. Wir werden also ziemlich naß, weil die Bushaltestelle doch etwas weiter von der Wohnung entfernt ist. Durchnäßt vom Regen und erschöpft vom Shopping-Marathon II machen wir uns einen ruhigen Abend und verabschieden uns von 2 unserer Mitbewohner (Max und Christian), da sie am nächsten Morgen um 7Uhr ihre Heimreise antreten.

18.2.07 15:38, kommentieren

Tag 6 Markttag

Es regnet. Nicht so sehr wie gestern aber konstant in einem Stück durch. 

Heute ist Sonntag. Also MARKttag (ha ha) .

Wiedereinmal gehen wir shoppen und wieder ist kaum ein Stand da der Sachen für Männer verkauft. Das höchste aller gefühle sind Socken.

Ich habe also sehr viel Spaß .

Irgendwie schaffen wir es dann doch 3 Stunden auf dem MARKt zu verbringen. Ausbeute des ganzen sind einige Ketten und ein Paar Schals. Für mich: Leider nix

Aber egal. Für den Abend haben wir uns vorgenommen Mit unseren verbliebenen Mitbewohnern (Kathrin und Anika) etwas zu kochen. Es gibt Lachssahne Gratin mit Elch-Nudeln und Zucchini-Tomaten-Gemüse. Der Chefkoch kocht persönlich. Leider mit diversen Schwierigkeiten: Die Sicherung sieht nämlich nicht ein, Waschmaschine, Ofen und Notebook gleichzeitig laufen zu lassen und fliegt in regelmäßigen Abständen raus. Um halb acht ist das Essen dann auch mal fertig und wir können es genießen.

Mit vollen Bäuchen machen wir uns auf ins Kino, es läuft Juegos secretos (Original: Little Children) ein Film mit Kate Winslet und Jennifer Conelly.

Wertung: Einfach nicht mein Geschmack

Immerhin hat der Film auch nur knapp 2 Stunden gedauert!

Völlig übermüdet machen wir uns nach Hause und legen uns schlafen, immerhin ist morgen der 1. Uni-Tag mit Praktikum für die Jule. Es wird spannend!

19.2.07 23:17, kommentieren

Tag 7 Der Erste Uni-Tag

Der Wecker klingelt. Es ist noch dunkel. Dunkel und kalt. Kein Wunder um 7Uhr morgens. Jules Praktikum fängt um 9 Uhr an um 8Uhr verlassen wir das Haus. Draußen ist es noch kälter, vielleicht 8°C. Der Bus kommt zeitig, wird schaffen es pünktlich zum Krankenhaus und liefern Jule ab. Dann machen wir uns nochmal zur medizinischen Fakultät auf um zu schauen wo unsere Hörsäle. Kirsten wirft auch nochmal einen Blick auf den Stunden Plan. Jetzt hat sie voll den Durchblick. Nun machen wir uns auf Richtung China-Laden und Gebrauchtwarenladen. Im China-Laden gibt es einfach alles. Wie ein Tante-Emma-Laden nur viel billiger. Wir kaufen Zeug. Der Gebrauchtwarenladen allerdings ist ziemlich teuer. Wir kaufen also ersteinmal keinen Fernseher. Wir machen uns wieder auf zum  Krankenhaus, denn die Jule wartet um 12 auf ihre Abholung, denn sie ist noch klein und darf nicht alleine rausgehen. Zu dritt machen wir uns auf zum Tino um endlich einen a Duo oder Tandem Partner zu bekommen. Leider hat sich Tino kurzerhand entschieden an diesem Montag nicht da zu sein. Wiedereinmal scheitern wir am Passierschein A38

Um 13 Uhr haben wir unsere Erste Vorlesung auf spanisch. Leider finden wir nicht die richtige Eingangstür. Einige nette Spanier schaffen dort Abhilfe, leider kommen wir aber doch zu spät. Es geht um Peritonitis. Im Hörsaal ist es still, muchsmäuschen still. Die Spanier sind voll konzentriert und schreiben alles mit. Kein Geschmiere, wortwörtlich, also unheimlich schnell.

Der Kinofilm macht sich bemerkbar, mir fallen die Augen zu. Mehrmals. Lang. Aber anderen geht es auch so, leider nur keinem Spanier.

Ein Klingelton ertönt um 14UHr. Die Vorlesung ist vorbei. 5min dann geht es weiter. Neurologie Thema Alzheimer. Das Tempo ist wahnsinn, mein Wörterbuch nicht ausreichend. Es ist schwierig zu folgen.

15Uhr, es ist vorbei. Vorerst...

Wir machen uns nach Haus und essen ersteinmal. Im Anschluß ist wiedereinmal Shoppen in Los Prados angesagt. Ich lade das Notebook, damit es nicht zu langweilig wird. Aber vorher wird Siesta gemacht.

Es ist 18Uhr. Die Siesta war länger als geplant.

Wir machen uns auf. In Los Prados ist eine Kinderfaschingsveranstaltung mit Kindern in putzigen Kostümen. U.a. Spiderman, Winnie Poo, Minimaus, Schneewitchen.

Wir trennen  uns und wollen uns um 19:35Uhr vor dem Carrefour treffen.

Es ist 19:45 wir treffen uns vor dem Carrefour und kaufen ein. Zum Glück hat der Laden länger geöffnet.

Mühseelig schleppen wir die Einkäufe Heim. Der Tag ist gelaufen. 

19.2.07 23:39, kommentieren

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